QualitätssicherungVeröffentlicht 2026-05-03Aktualisiert 2026-06-10

Fallprüfungsprotokoll für Umkartons: Ein Wurf ist keine Prüfung – halten Sie eine nachverfolgbare Bewertungsgrundlage fest

Eine Umkartonprüfung dreht sich nicht nur darum, ob der Karton bricht. Halten Sie Kartongewicht, Maße, Packweise, Fallhöhe, Richtung, Produktschäden und das Urteil fest, damit Sie später eine Grundlage zum Nachverfolgen und Verbessern haben.

# Karton-Falltest-Protokoll: Ein Wurf ist keine Prüfung – halten Sie eine nachverfolgbare Bewertungsgrundlage fest

Viele Produkte sind selbst in Ordnung und gehen am Ende doch auf dem Transportweg kaputt.

Beim Werksversand sieht es gut aus, der Umkarton ist versiegelt, doch beim Kunden zeigt sich womöglich:

Umkartonecke eingedrückt
Farbkarton verformt
Produkt gebrochen
Oberfläche zerkratzt
Innenkarton aufgegangen
Glas oder Keramik beschädigt
Zubehör herausgefallen
Barcode-Etikett abgescheuert
Reklamation direkt nach dem Öffnen

Hier ist das übliche Gespräch:

Das Werk sagt: Beim Versand war es in Ordnung. Der Kunde sagt: Bei Erhalt war es schon kaputt. Der Einkauf sagt: Ist das Produkt nun zu fragil oder die Verpackung zu schwach?

Ohne Umkarton-Testaufzeichnung kann man meist nur nach Fotos und Gefühl urteilen.

Der Zweck des Karton-Falltests ist nicht, in jedem Fall Schadenfreiheit zu garantieren, und auch nicht, für jedes Projekt einen sehr formellen Labortest zu machen.

Sein Zweck ist, vor dem Serienversand auf eine aufzeichenbare, vergleichbare Weise zu prüfen, ob die Verpackung ein vertretbares Logistikrisiko aushält.

Dieser Beitrag ordnet auf für gewöhnliche Einkäufer verständliche Weise, wie ein Karton-Falltest zu protokollieren ist und wie man danach urteilt.


1. Zuerst verstehen: Der Falltest ist keine „Karton-Wurf-Show“

Viele denken beim Falltest zuerst daran, den Karton ein paar Mal zu werfen und zu sehen, ob das Produkt darin kaputt ist.

Das ist besser als gar kein Test, aber ohne Aufzeichnung schwer nachzuverfolgen.

Denn Sie fragen später vielleicht:

Aus welcher Höhe wurde gerade geworfen?
Wie schwer war der Karton?
Wurde auf Ecke, Kante oder Fläche geworfen?
Wie oft wurde geworfen?
War das tatsächliche Produkt darin oder eine leere Schachtel?
War die Packweise wie in der Serie?
Wie viele Produkte sind kaputtgegangen?
Gilt eine Umkartonverformung als Durchfall?
Ist eine Druckstelle am Innenkarton akzeptabel?
Welche Verpackungsschicht ist beim nächsten Mal zu verbessern?

Ist das nicht festgehalten, lässt sich das Testergebnis von Einkauf, QC, Werk und Kunde schwer gemeinsam nutzen.

Beim Karton-Falltest geht es also nicht um „ob geworfen wurde“, sondern:

Ob die Testbedingungen dem realen Versand nahekommen
Ob der Testvorgang aufgezeichnet ist
Ob das Testergebnis einen Bewertungsstandard hat
Ob man nach dem Test weiß, was zu verbessern ist

2. Welche Produkte brauchen besonders einen Karton-Falltest?

Nicht alle Produkte brauchen einen sehr vollständigen Falltest, doch manche lohnen ihn besonders.

Zum Beispiel:

ProdukttypWarum testen
Glasprodukteempfindlich gegen Sturz, Stoß, Kantenbelastung
Keramik / Emailleoptisch leicht beschädigt, deutliche Reklamationen
Kunststoffbox / Aufbewahrungsboxleicht verformt oder gerissen
Silikonproduktebricht evtl. nicht, aber Verpackung kann verformen
Geräte / KleingeräteInnenteile empfindlich gegen Vibration und Stoß
polierter EdelstahlProdukt evtl. heil, aber Oberfläche kann zerkratzen
Farbkarton-RetailwareDruckstellen am Karton beeinflussen den Verkauf
Cross-Border-E-Commerce-Wareviele Logistikknoten, häufiges Handling
Großkarton-Mischwareinnen gegenseitiger Stoß, Zubehör verstreut leicht

Ist das Produkt hochpreisig, leicht zerbrechlich, für den Kunden optisch wichtig oder für Cross-Border-Logistik bestimmt, ist zumindest ein Umkartontest vor Serienstart ratsam (zusammen mit der Checkliste für die Vorversandkontrolle wird es vollständiger).

Bei niedrigpreisigen, druck- und sturzunempfindlichen Verbrauchsartikeln lässt sich der Test vereinfachen, doch die Grund-Packweise und der Umkartonzustand sollten dennoch festgehalten werden.


3. Vor dem Test die Packweise bestätigen

Der Falltest muss einen seriennahen Zustand nutzen.

Testen Sie nicht mit einem besonders verstärkten Musterkarton und wechseln in der Serie auf einen dünneren Umkarton.

Stopfen Sie beim Test auch nicht reichlich Polster hinein und lassen es beim Versand zur Kostenersparnis weg.

Halten Sie vor dem Test zumindest fest:

PunktAusfüllbeispiel
ProduktnameGlas-Gewürzglas 500 ml
Menge je Karton24 pcs / carton
EinzelverpackungFarbkarton + OPP-Beutel
InnenschutzPapptrennsteg / Luftpolsterbeutel / EPE-Schaum / Pappeinlage
Umkartonmaterialfünflagige Wellpappe / siebenlagige Wellpappe
Umkartonmaß45 × 32 × 28 cm
Bruttogewicht12,5 kg
VersiegelungsweiseKlebeband / Umreifungsband / Kantenschutz
Auf Paletteja / nein
FeuchteschutzTrockenmittel / Feuchteschutzbeutel / keiner
Herkunft des TestmustersVorproduktionsmuster / Serien-Erststück / Zufallsstichprobe

Diese Angaben sind wichtig, denn der Verpackungstest prüft eigentlich die ganze Kombination „Produkt + Innenverpackung + Umkarton + Packweise“, nicht nur die Umkartonpappe (zum Verpackungs-Bestätigungsmuster siehe Golden Sample und Toleranz).


4. Die Fallhöhe nicht nach Gefühl, sondern vorab definieren

Viele Streits kommen von „du hast zu hoch geworfen“ oder „normale Logistik wirft nicht so“.

Definieren Sie die Fallhöhe also vor dem Test.

Verschiedene Unternehmen, Kanäle, Kuriere oder Teststandards setzen je nach Kartongewicht, Logistikart und Produktrisiko unterschiedliche Höhen. Bei formellen Tests orientiert man sich an den entsprechenden ISTA-, ASTM-, Kurier- oder Plattformlager-Anforderungen.

Geht es nur um die werksinterne Vorversandprüfung, lässt sich auch eine vereinfachte Version aufbauen.

Zum Beispiel:

Kartongewichtempfohlene interne Testhöhe
0–5 kg60–80 cm
5–10 kg50–60 cm
10–15 kg40–50 cm
15–20 kg30–40 cm
über 20 kgje nach Produkt und Handling gesondert bewerten

Das ist kein universeller Standard und ersetzt keinen formellen Labortest.

Sein Zweck ist, dass das Team nicht jedes Mal nach Gefühl testet, sondern zumindest eine einheitliche interne Referenz hat.

Geben Kunde, Plattform, Kurier oder Importeur eine Testmethode vor, gilt deren Anforderung.


5. Die Fallrichtung protokollieren, nicht nur die sicherste Seite werfen

Der Karton landet im Logistikprozess nicht nur auf der sichersten Weise (zur Wahl der Transportart siehe See, Luft oder Kurier – wie wählen).

Der Umkarton kann landen:

auf der Bodenfläche
auf der Seitenfläche
auf der Oberseite
mit Eckaufprall
auf der Längskante
auf der Querkante
mit der schwächsten Ecke zuerst

Protokollieren Sie beim Falltest also die Richtung.

Vereinfacht lässt sich testen:

Nr.RichtungZweck
1Bodenflächenormales Absetzen oder Landen simulieren
2OberseiteUmkippen oder Stapelfall simulieren
3lange SeitenflächeSeitenkippen simulieren
4kurze SeitenflächeHandling-Stoß simulieren
5schwächste EckeEckaufprall simulieren
6schwächste KanteKantenbelastung simulieren

Ist das Produkt leicht zerbrechlich, etwa Glas, Keramik, Instrumente oder hochpreisige Artikel, erhöhen Sie die Testzahl oder machen einen vollständigen Test nach Kundenvorgabe.

Der Punkt ist nicht, jedes Projekt über zehnmal zu werfen, sondern nicht nur die am wenigsten bruchanfällige Richtung zu testen.


6. Den Testvorgang fotografieren oder filmen

Beim Karton-Falltest hinterlässt man am besten Fotos oder Videos.

Fotografieren Sie zumindest:

ZeitpunktWas fotografieren
vor dem TestUmkarton-Sechsflächen, Versiegelung, Versandmarkierung, Kartonnummer
vor dem TestPackweise vor dem Öffnen
nach jedem FallSchadensstelle am Umkarton
nach dem TestGesamtzustand des Umkartons
nach dem TestInnenkarton, Innenpolster, Trennsteg, Produktzustand
nach dem TestNahaufnahme beschädigter Stücke
nach dem TestZustand von Barcode oder Etikett

Die Fotos sind nicht für einen hübschen Bericht da, sondern damit man bei späterer Problemdiskussion nicht auf das Gedächtnis angewiesen ist.

Zum Beispiel:

Ist die Umkartonecke gebrochen oder der Innenkarton?
Ist der Produktkörper gerissen oder der Farbkarton gedrückt?
War zu wenig Schutzmaterial da oder hat sich das Produkt im Karton bewegt?
War die Versiegelung locker oder die Umkartonpappe zu schwach?
Ist eine einzelne Stelle beschädigt oder die ganze Kartonstruktur unbrauchbar?

Mit Fotos ist die Verbesserungsrichtung viel klarer.


7. Nach dem Test nicht nur den Umkarton, sondern auch Produkt und Innenverpackung ansehen

Viele Umkartons sehen nach dem Wurf etwas hässlich aus, doch das Produkt darin ist völlig heil.

Manche Umkartons sehen noch okay aus, doch das Produkt darin ist schon zerbrochen.

Betrachten Sie nach dem Test also drei Schichten:

SchichtWas ansehen
UmkartonBruch, Delle, Aufgehen, abgelöstes Klebeband, eingesackte Kartonecke
Innenverpackunggedrückter Innenkarton, verschobener Trennsteg, gerissenes Polster, lockeres Produkt
ProduktBruch, Verformung, Kratzer, Funktionsstörung, herausgefallenes Zubehör

Fragen Sie beim Urteil nicht nur:

Ist der Umkarton gebrochen?

Sondern:

Ist das Produkt noch normal nutzbar?
Entspricht das Aussehen noch dem Verkaufsstandard?
Lässt sich der Innenkarton noch listen oder an den Kunden übergeben?
Sind Barcode, Etikett, Anleitung beschädigt?
Wäre es bei Komplettversand für den Kunden bei Erhalt akzeptabel?

B2B-Versand betrachtet oft nicht nur, ob das Produkt nutzbar ist.

Geht es zum Kunden in den Einzelhandel, kann ein gedrückter Farbkarton ebenfalls als nicht konform gelten; nutzt der Kunde es werksintern, ist das Farbkartonaussehen womöglich nicht entscheidend (zu Verpackungsanforderungen siehe OEM-Packaging-Brief-Template).

Der Bewertungsstandard ist also mit der Produktverwendung zusammen zu betrachten.


8. Bestanden / bedingt bestanden / nicht bestanden klar trennen

Das Falltestergebnis sollte nicht nur „geht wohl“ oder „etwas knapp“ sein (zur Beurteilungsmethode siehe Critical / Major / Minor – Fehlerklassifizierung).

Empfohlen sind drei Stufen:

ErgebnisBedeutungFolge
bestandenProdukt, Innenkarton, Umkarton im akzeptablen BereichSerie mit dieser Verpackung möglich
bedingt bestandenProdukt heil, aber Verpackung mit kleinem Problemnach Festhalten der Verbesserungsbedingung Serie möglich
nicht bestandenProduktschaden, Funktionsstörung oder schwerer VerpackungsausfallVerpackung verbessern und neu testen

Übliche Urteile lassen sich so schreiben:

Testergebnisempfohlenes Urteil
Umkartonecke leicht eingedellt, Produkt unbeschädigtbestanden oder bedingt bestanden
Farbkarton mit leichter Druckstelle ohne Verkaufseinflussje nach Kanalanforderung beurteilen
Innenkarton schwer verformt, im Einzelhandel inakzeptabelbedingt bestanden oder nicht bestanden
Produkt gebrochen, ausgelaufen, verformtnicht bestanden
Barcode nicht scannbarnicht bestanden
Versiegelungsband abgelöst, Produkt freiliegendnicht bestanden
verschobenes Innenpolster führt zu Produkt-Kollisionnicht bestanden, Innenverpackung verbessern

„Bedingt bestanden“ ist besonders klar zu schreiben.

Zum Beispiel:

Das Testprodukt ist unbeschädigt, aber die Umkartonecke ist deutlich eingedrückt. Versand dieser Charge akzeptabel, doch die nächste Charge braucht einen dickeren Umkarton oder zusätzlichen Kantenschutz.

So tritt dasselbe Problem nicht immer wieder auf.


9. Bei nicht bestandenem Test wissen, welche Schicht zu verbessern ist

Ein nicht bestandener Test bedeutet nicht, die ganze Verpackung neu zu machen.

Beurteilen Sie zuerst, an welcher Schicht das Problem liegt:

Problemmögliche Verbesserungsrichtung
Umkarton sackt eindickere Pappe, fünf-/siebenlagige Wellpappe, Umreifungsband
Kartonecke beschädigtKantenschutz, besserer Kartontyp, andere Packweise
Produkte stoßen aneinandermehr Trennstege, Pappeinlage, Schaum oder Fixierstruktur
Innenkarton gedrücktanderes Innenkartonmaterial, mehr Umkartonschutz
Produktoberfläche zerkratztSchutzfolie, Trennpapier, Einzelbeutel
Produkt gebrochenmehr Polster, weniger Stück je Karton, andere Anordnung
Barcode abgescheuertEtikettenposition anpassen, Schutzfolie, anderes Etikettenmaterial
Versiegelung versagtanderes Klebeband, zusätzliche Versiegelung, Umreifungsband

Sagen Sie nach der Verbesserung nicht nur mündlich „Verpackung verstärkt“.

Machen Sie am besten erneut einen Test und halten den Unterschied vor und nach der Verbesserung fest.

Zum Beispiel:

VersionVerbesserungsinhaltTestergebnis
V1Original-Umkarton + Papptrennsteg2 Stück gebrochen, nicht bestanden
V2fünflagiger Umkarton + EPE-SchaumProdukt unbeschädigt, Umkarton leicht eingedellt, bedingt bestanden
V3Kantenschutz + Packrichtung angepasstProdukt unbeschädigt, Umkarton akzeptabel, bestanden

So kann der Einkauf Kunde oder interner Stelle leichter erklären, warum Verpackungskosten zu erhöhen sind.


10. Vorlage für ein Karton-Falltest-Protokoll

Sie können mit der folgenden Tabelle eine Testaufzeichnung aufbauen.

BlockFeldInhalt
StammdatenTestdatum, Testort, Tester
ProjektdatenProduktname, SKU, Lieferant, Kunde
UmkartondatenUmkartonmaß, Material, Bruttogewicht, Menge je Karton
InnenverpackungEinzelverpackung, Trennsteg, Polster, Innenpolster
TestbedingungenFallhöhe, Fallrichtung, Fallzahl
Fotos vor TestUmkarton, Innenkarton, Produkt, Packweise
Testaufzeichnungje Fall Richtung, Umkartonzustand, Bemerkung
Prüfung nach TestUmkarton, Innenkarton, Produkt, Etikett, Barcode
SchadensstatistikSchadensmenge, Schadensstelle, Schadenstyp
Urteilbestanden / bedingt bestanden / nicht bestanden
Verbesserungsvorschlagzu verstärkendes Packmaterial oder Packweise
VersionsaufzeichnungV1 / V2 / V3 / Final
FreigabeBestätigung durch Einkauf, QC, Werk, Kunde

Beispiel-Testanforderung an das Werk

Wollen Sie das Werk um einen Umkartontest bitten, können Sie so schreiben:

Bitte führen Sie den Karton-Falltest mit der seriennahen tatsächlichen Packweise durch. Protokollieren Sie dabei Umkartonmaß, Bruttogewicht, Menge je Karton, Innenpolster, Fallhöhe, Fallrichtung und -zahl. Fotografieren Sie vor und nach dem Test, einschließlich Umkarton-Sechsflächen, Packweise, Innenkartonzustand, Produktzustand und Schadens-Nahaufnahme. Melden Sie nach dem Test, ob das Produkt beschädigt, der Innenkarton verformt, der Barcode scannbar ist und ob eine verstärkte Verpackung empfohlen wird. Bei nicht bestandenem Test liefern Sie eine Verbesserungslösung und das erneute Testergebnis.

Der Punkt dieses Absatzes ist, dem Werk klarzumachen, dass Sie eine „Testaufzeichnung“ wollen, nicht nur ein Foto eines heil gebliebenen Wurfs.


11. Wann ist ein formeller Labortest nötig?

Der werksinterne Test eignet sich für eine erste Beurteilung, doch in manchen Fällen ist ein formellerer Test ratsam.

Zum Beispiel:

Kundenvertrag verlangt es
Eintritt in einen großen Kanal
vorgegebener Kurier oder Plattformlager
hoher Produkt-Stückpreis
zerbrechlich oder hohes Reklamationsrisiko
sehr lange Cross-Border-Logistikroute
große Menge je Sendung
Verpackungskostenänderung betrifft viele Aufträge
frühere deutliche Schadensaufzeichnungen

Ein formeller Labortest läuft meist nach klareren Methoden, etwa Fall in verschiedene Richtungen, Vibration, Kompression, Stoß oder Stapeltest.

Der Einkauf muss nicht jedes Standarddetail kennen, aber wissen, wann man sich nicht nur auf das Karton-Werfen des Werks verlassen darf.

Gibt der Kunde ISTA-, ASTM-, Kurier- oder Plattformlager-Anforderungen vor, ist nach der vorgegebenen Vorgabe vorzugehen, nicht mit einem internen Vereinfachungstest zu ersetzen.


12. Häufiger Fehler: nur „bestanden“ protokollieren, ohne die Bedingungen

Das häufigste Problem vieler Testberichte ist, nur zu schreiben:

Drop test passed.

Aber nicht zu sagen:

wie oft getestet
wie geworfen
aus welcher Höhe
wie schwer der Karton
welche Seite zuerst gelandet
wie stark der Umkarton beschädigt
ob der Innenkarton verformt
ob das Produkt stückweise geprüft
ob der Barcode getestet
ob es Fotos gibt
wer das Bestehen beurteilt hat

Eine solche Aufzeichnung hilft der späteren Verbesserung kaum.

Besser schreiben Sie:

Dieser interne Falltest erfolgte mit 12,5 kg Umkarton, 24 pcs / carton, fünflagigem Wellpappkarton, Packweise mit Papptrennsteg. Testhöhe 50 cm, getestet auf Bodenfläche, Oberseite, langer Seitenfläche, kurzer Seitenfläche, schwächster Ecke und schwächster Kante. Nach dem Test zwei Umkartonecken leicht eingedellt, Innenkarton ohne deutliche Verformung, alle 24 pcs unbeschädigt, Barcode normal scannbar. Urteil: bestanden, Serie mit dieser Verpackung möglich.

Eine solche Aufzeichnung kann zur gemeinsamen Grundlage von Einkauf, QC und Werk werden.


UHK B2B-Empfehlung: Der Umkartontest schikaniert nicht das Werk, sondern senkt das Versandrisiko

Der Karton-Falltest soll den Ablauf nicht sehr komplex machen und nicht viele hübsche Berichte vom Werk verlangen.

Sein eigentlicher Nutzen ist, dass beide Seiten zuerst klären:

Ob die aktuelle Verpackung ein vertretbares Logistikrisiko aushält
Falls nicht, ob Umkarton, Innenverpackung, Produktanordnung oder Polstermaterial das Problem ist
Welche Schäden akzeptabel sind und welche nicht
Welche Aufzeichnung als Grundlage der späteren Großwarenabnahme dient
Ob eine Erhöhung der Verpackungskosten nötig ist

Für den Einkauf reduziert die Testaufzeichnung Verantwortungsstreit nach Schäden.

Für das Werk vermeidet sie, dass es zwar Verpackungskosten erhöht hat, der Kunde aber nicht weiß, wo sie hingeflossen sind.

Der Umkartontest muss also nicht jedes Mal sehr formell sein, aber zumindest eine Aufzeichnung haben.

Solange Kartongewicht, Kartonmaß, Packweise, Fallhöhe, Richtung, Produktzustand und Urteil klar festgehalten sind, ist die spätere Diskussion viel verlässlicher als „wir haben geworfen, sollte passen“.

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