HandelsbedingungenVeröffentlicht 2026-02-22Aktualisiert 2026-05-09

Zahlungsbedingungen-Leitfaden: 50/50, 30/70 und individuelle Splits

Standard-Splits, Wechsel zu 30/70 und PI-Formulierungen, die spätere Streitfälle vermeiden.

Kernaussagen

  • 50/50 (Anzahlung bei PI, Restbetrag vor Versand) ist die Standard-Wahl für Wiederbestellungen bei bekannten Lieferanten.
  • 30/70 senkt Cash-Exposition bei größeren Läufen und passt zu OEM-Projekten mit längerer Lead-Time; kleiner Preisaufschlag möglich.
  • Sonderbedingungen (LC, BC, DA) sind verhandelbar, kosten Bankgebühren und brauchen 5-10 Werktage Vorlauf — im PI fixieren.
  • PI-Nummer in jeder Überweisung angeben; SWIFT-Kopie beilegen, sonst hängt QC/Produktion an der Finance-Freigabe.

Gängige B2B-Zahlungsstrukturen

Im internationalen B2B-Einkauf dominiert die Banküberweisung (T/T). Typische Konstellationen:

50/50 — Standard

50 % Anzahlung bei Auftragsbestätigung, 50 % Restzahlung vor Versand
Passt zu Standardartikeln mit mittlerer Lieferzeit
Ausgewogene Risikoverteilung für beide Seiten

30/70 — Große Aufträge

30 % Anzahlung bei Auftrag, 70 % Restzahlung vor Versand
Entlastet Käufer, die den Cashflow zu Beginn schonen möchten
Setzt in der Regel eine etablierte Lieferantenbeziehung voraus

Individuelle Konditionen — projektbasiert

Bei OEM-/ODM-Projekten sind Meilensteinzahlungen verhandelbar
Zahlungen an konkrete Deliverables koppeln (Muster-Freigabe, Produktionsstart, Pre-Shipment)
Reduziert Risiko beidseitig und verbessert die Projektsteuerung

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